Alkoholfreies Bier nach dem Sport

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Alkoholfreies Bier als Sportlergetränk?

Wer ernsthaft und ambitioniert trainiert, verzichtet in der Regel auf schädigende Einflüsse wie Alkohol, Nikotin und Schlafentzug in Form durchfeierter Nächte. Gerade bei jüngeren Leuten stößt das im Umfeld von Freunden und Bekannten oft auf Unverständnis – klar: Partymachen und Clubbesuche werden unter diesen Bedingungen schwer bis unmöglich.

Wenn dann auch noch die passende Ernährung minutiös geplant und umgesetzt wird, ist dies für flüchtige Bekannte meistens der Grund, sich abzuwenden. Doch ist Alkohol tatsächlich so schlimm, wenn man den Rest der Woche „sauber“ isst und alle anderen Vorsätze einhält?

Alkohol im Alltag

Jeder durchschnittliche Erwachsene nimmt jeden Tag Alkohol zu sich – auch wenn er explizit auf alkoholische Getränke verzichtet. Schon unsere Nahrung enthält zu einem geringen Prozentsatz einen Anteil an Alkohol – dieser ist aber so verschwindend gering, dass wir ihn getrost vernachlässigen können.

Daneben gibt es einen großen Anteil von Menschen, die täglich auf alkoholische Getränke zurückgreifen. Studien zufolge verteilt sich die tägliche Ernährung in Deutschland im Durchschnitt wie folgt:

  • 47 % Kohlenhydrate
  • 15 % Eiweiß
  • 33 % Fett
  • 5 % Alkohol.

Dabei sollte immer berücksichtigt werden, dass es zum Teil einen deutlich überhöhten Alkoholkonsum gibt – und zwar bei Männern und Frauen gleichermaßen.

Alkohol wird zu 95 % im Stoffwechsel verwertet. Er nimmt direkt Einfluss auf eine Vielzahl von Funktionen – besonders schnell bemerken wir die Wirkung von Alkohol im Gehirn. Beim Abbau von Alkohol entstehen Abfallstoffe, die für den Organismus giftig oder zumindest schädlich sind – daher kommt es bei permanentem Alkoholabusus zu irreversiblen Schäden an Organen und Nerven. Ebenfalls ist der Dauerkonsum von Alkohol ein Risikofaktor für diverse Krebserkrankungen.

Alkohol im Sportalltag

Für Sportler stellt sich neben den genannten Aspekten auch die Frage, ob und wie weit der Konsum von Alkohol sich auf die sportliche Leistungsfähigkeit auswirkt. Logisch ist, dass nach einer durchfeierten Nacht die Leistungsbereitschaft am nächsten Tag zumindest eingeschränkt ist. Noch dazu ist die Verstoffwechselung von Alkohol mit großen Flüssigkeitsverlusten verbunden – der Körper versucht damit, die anfallenden Giftstoffe so schnell wie möglich aus dem Organismus herauszuspülen.

Ein Mangel an Flüssigkeit wirkt sich ebenfalls auf die Leistungsfähigkeit aus – und auf die Optik. Je weniger Flüssigkeit, desto weniger prall wirken Muskulatur und Körpermasse im Spiegel. Damit steht regelmäßiger Alkoholkonsum zumindest der nötigen Regeneration des Körpers nach harten Trainingseinheiten im Wege – aber Achtung: Eine einmalige „Sause“ wird weder den Trainingserfolg ernsthaft gefährden noch den Muskelaufbau komplett verhindern.

Alkoholfreie Getränke

Ein alkoholfreies Bier enthält alle Inhaltsstoffe eines „normalen“ Bieres – ohne den schädigenden Alkohol. Nicht verwunderlich, dass viele Sportler nach dem Work-out gerne mal auf ein kaltes Bier zurückgreifen – und dabei die alkoholfreie Variante wählen. Auch die Werbung rund um Sportsendungen suggeriert, dass alkoholfreies Bier als Post-Work-out-Drink durchaus in Ordnung ist.

Tatsächlich ist Bier nicht nur prickelnd und erfrischend; dazu ist es auch inhaltlich wertvoll:

  • Vitamine der B-Reihe
  • Kalium
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Kohlenhydrate

Auch ohne das Label Bier wird schnell klar: Eigentlich taugt die Zusammenstellung ganz gut, um nach dem Sport dem Körper sowohl schnelle Kohlenhydrate in Form von Einfachzuckern zuzuführen als auch den Körper insgesamt mit ausgeschwitzten Mineralstoffen zu versorgen. Im Prinzip ist es also nichts anderes als ein herkömmliches isotonisches Getränk – und damit durchaus als „Sportgetränk“ geeignet.

Natürlich ist auch hier eine Apfelsaftschorle eine tolle Alternative: Letztendlich entscheidet der individuelle Geschmack über die Wahl.

von Rene

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