Macht Biofleisch den Unterschied?

Biofleisch

Warum du lieber Biofleisch konsumieren solltest

Alles Bio oder was – Verbraucher achten heutzutage vermehrt darauf, in ihrer Ernährung hochwertiger Qualität und nachhaltiger Bewirtschaftung einen Platz einzuräumen. Das erfolgt entweder aus moralischen Gründen oder aufgrund gesundheitlicher Überlegungen.

Dabei hat das Warenangebot mit Bioqualität in den letzten Jahren einen fast einzigartigen Siegeszug durch die Regale der Discounter und Supermärkte angetreten – so ziemlich jedes Lebensmittel gibt es mittlerweile auch in Bioqualität (wenn auch zu einem deutlich höheren Preis).

Doch was steckt eigentlich dahinter? Warum ist es empfehlenswert (oder auch nicht), auf Bioqualität umzusteigen? Und was ist eigentlich mit Biofleisch? Wir zeigen euch, was ihr wissen müsst!

Bioqualität: ein Buch mit vielen Siegeln

Wohl jeder kennt mindestens eine Markierung auf Lebensmitteln, die auf die Bioqualität des Inhalts hinweist. Leider ist diese Kennzeichnung alles andere als einheitlich – Verbraucher sind daher dringend darauf angewiesen, sich über die einzelnen Siegel im Vorfeld zu informieren. Ob Demeter, Naturkost, Bioqualität oder EG-Öko-Verordnung: Auch, wenn alle ähnliche Zielsetzungen und Ideen haben, ist die Umsetzung nicht immer identisch. Allen gemein ist natürlich das Streben nach ökologischer Bewirtschaftung.

Diese beinhaltet vor allem die artgerechte Tierhaltung – ein Aspekt, der eben auch die Bioqualität von Fleisch ausmacht. Artgerechte Tierhaltung achtet die natürlichen Bedürfnisse der Tiere und verzichtet weitgehend auf die vorbeugende Behandlung von Schlachtvieh mit Medikamenten. Das macht sich natürlich auch bei der Qualität bemerkbar, denn Biofleisch ist dadurch nicht nur weniger belastet und gesünder, sondern auch geschmacklich ein großer Unterschied.

Verbraucher entscheiden sich aus ganz unterschiedlichen Gründen für Biolebensmittel:

  • wenig Belastung durch Medikamente und Schadstoffe;
  • wenig Belastung durch Zusatzstoffe;
  • Interesse an gesunder Ernährung;
  • Interesse an globalem Umweltschutz.

Der oft höhere Preis für Biolebensmittel resultiert dann eben auch genau aus den oben genannten Gründen, denn: Zum einen sind in der Tierhaltung die Unterbringungen wesentlich üppiger gestaltet, zum anderen ist die Auswahl von Futter und Ergänzungsmitteln deutlich durchdachter und ausgewogener. Der Verzicht auf eine vorbeugende Behandlung mit Medikamenten sorgt bei der Bio-Landwirtschaft dafür, dass Tiere eventuell auch krank werden – und dann nicht als Schlachtvieh zur Verfügung stehen. Alle Faktoren zusammen sorgen für eine Verteuerung der Lebensmittel – aber eben auch für deren Vorteile in Bezug auf Gesundheit und Verträglichkeit.

Vom Billigfleisch zum Biofleisch – lohnt sich das überhaupt?

Insbesondere in Bezug auf die oft erwähnte Behandlung von Schlachtvieh mit Antibiotika lohnt sich ein Umstieg auf Biofleisch definitiv. Resistente Keime & Co. haben gerade auch in der übermäßigen Verwendung von derartigen Medikamenten ihren Ursprung: Eine veränderte Politik diesbezüglich ist also nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt indiziert.

Allerdings sollten Verbraucher nicht dem Irrglauben aufsitzen, dass Biofleisch immer und per se auch frischer, besser und automatisch dem Discounter-Fleisch überlegen ist. Auch hier sollte kritisch hinterfragt werden in Bezug auf Frische und Verarbeitungsstatus – das Thema „Gammelfleisch“ kann auch bei Biofleisch relevant werden. Dies spielt insbesondere bei der Verarbeitung von Geflügel eine Rolle: Salmonellen sind auch bei Biofleisch immer kritisch im Hinterkopf zu behalten und bei Unterbrechung der Kühlkette ein großes Thema.

Fazit

Wer sich und seiner Gesundheit einen Gefallen tun möchte, der ist mit der Entscheidung für Biofleisch (und Biolebensmittel insgesamt) gut bedient – auf lange Sicht wird der Körper diesen Schritt definitiv begrüßen. Der höhere Preis mag Sparfüchse sicher abschrecken: Doch ist ein reduzierter Konsum von Biofleisch sicher ebenfalls zu begrüßen – hier gilt, wie in vielen anderen Bereichen auch, Qualität vor Quantität!

von Rene

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