Blutdruck messen beim Krafttraining

Blutdruck messen beim Kraftsport

Intensives Krafttraining und die Kontrolle der Körperwerte

Wer intensiven Kraftsport betreibt, muss sich früher oder später auch mit seinem Körper auseinander setzen – womit mehr gemeint ist als die richtige Intensität des Trainings und die Ernährung. Die Messung des Blutdrucks kann wichtig sein und davor schützen, den eigenen Organismus zu stark zu belasten. Nicht selten kommt es nach einigen Jahren als Bodybuilder zu einer verzerrten Wahrnehmung der eigenen Person.

Sinnhaftigkeit des Blutdruckmessens beim Kraftsport

Dass der Blutdruck bei sportlichen Betätigungen steigt, entspricht den Erwartungen – nicht ohne Grund soll der Blutdruck ebenso wie der Puls eigentlich im Ruhezustand gemessen werden. Die Messung während der sportlichen Aktivität ist allerdings dennoch sinnvoll, weil dann der sogenannte Belastungsblutdruck gemessen werden kann. Zu hohe Werte sorgen in diesem Zusammenhang für ein zusätzliches Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Systolische Werte von mehr als 200 mHg gelten als vollkommen normal; schon bei typischem Cardio-Training werden diese Angaben erreicht (Tabelle s.u.). Die Messung des Blutdrucks während Sports hat allerdings auch noch eine andere Funktion: Soll ein Bluthochdruck durch sportliche Betätigung reduziert werden, lassen sich dadurch die Erfolge aufzeichnen.

Blutdrucktabelle

systolisch (mm Hg) diastolisch (mm Hg)
niedrig < 105 < 65
optimal < 120 < 80
normal < 130 < 85
hochnormal 130-139 85-89
Hypertonie Grad 1 140-159 90-99
Hypertonie Grad 2 160-179 100-109
Hypertonie Grad 3 > 179 > 109

(c) www.BMI-Rechner.net/blutdruck.htm

 

Die richtige Hardware – das Blutdruckmessgerät (mit Smartphone-Anbindung)

Den tatsächlichen Blutdruck können aktuell nur Blutdruckmessgeräte messen – aufgrund der fehlenden technischen Machbarkeit von Fitnessarmbändern mit Blutdrucksensor. Wer diese Daten gerne mit einer App Dokumentieren möchte kann Modelle nutzen, die per Bluetooth mit dem Smartphone kommunizieren können. Dadurch ist eine einfache Speicherung der Messwerte möglich. Eine Auswahl an Blutdruckmessern findet sich in der Übersicht von Netzsieger – drei der zehn Geräte bieten eine App an (Vergleichen – https://www.netzsieger.de/k/blutdruckmessgeraete). Jedes Gerät hat einen Speicher zum Datensammeln, unbegrenzt sind jedoch nur jene mit Appanbindung. Ebenso sollte beachtet werden, dass einige Geräte am Handgelenk und einige am Oberarm getragen werden – je nachdem was beim Training angenehmer ist.

Daten sammeln – für die Krankenkasse?

Immer beliebter werden sogenannte Fitness-Tracker, die wichtige Kenndaten direkt während der Betätigung aufzeichnen. Dazu gehören die gelaufenen Schritte ebenso wie der Puls, welcher über das Handgelenk abgenommen wird. Die „Wearables“ erlauben allerdings noch keine Aufzeichnung des Blutdrucks, auch wenn einige Unternehmen bereits an solchen Produkten arbeiten (https://www.fitness-watchblog.de/2016/01/23/gibt-es-einen-fitnesstracker-der-auch-den-blutdruck-misst/). Datenschützer kritisieren grundsätzlich die Nutzung von Fitness-Apps. Prinzipiell sorgen die Applikationen dafür, dass sich die Daten direkt auf dem Smartphone speichern lassen. Auf diese Weise können direkt Auswertungen erfolgen, die auch durch Graphen visualisiert werden können. Nachteilig zeigt sich aber, dass die Sportler damit einen Teil ihrer persönlichen Daten preisgeben. Einige Krankenkassen belohnen das aufzeichnen dieser Fitnessdaten heute schon durch kleine Rabatte; in einigen Jahren konnten die Gesundheitsdaten allerdings auch zum Nachteil der Patienten verwendet werden.

Achtung – Vorsicht bei zu hohem und zu niedrigem Blutdruck

 

– Mit dem Arzt besprechen was möglich ist

– Sport bei zu hohem Blutdruck: https://www.hochdruckliga.de/krafttraining-fuer-patienten-mit-bluthochdruck.html

– Sport bei zu niedrigem Blutdruck: https://www.internisten-im-netz.de/de_news_6_0_917_wechselduschen-und-sport-helfen-gegen-niedrigen-blutdruck.html

 

von Iks

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