Fitnessstudio oder Training zuhause?

Gym oder Homeworkout

Bleib ich zu Hause oder fahr ich ins Studio?

Vor- und Nachteile

Wer schon einmal am frühen Abend in einem völlig überfüllten Fitnessstudio trainiert hat, hat sicher auch schon einmal mit dem Gedanken gespielt, sich daheim ein eigenes Gym einzurichten. Ohne lästige Wartereien und unangenehme Zeitgenossen wäre es dann möglich, sich konsequent auf das Work-out zu konzentrieren – neben vielen anderen Annehmlichkeiten und die Möglichkeit, auch mal in farblich nicht aufeinander abgestimmten Outfits trainieren zu können.

Doch ist ein Homegym tatsächlich so vorteilhaft? Oder ist ein Studio aufgrund seines Maschinenparks viel empfehlenswerter?

Training zuhause

Wer in den eigenen vier Wänden trainieren möchte, ist zunächst auf ein gut ausgerüstetes Homegym angewiesen. Dass dieses nicht wie ein professionelles Studio ausgerüstet ist, ist klar – schon alleine aus finanziellen Gründen werden sich die meisten dann auf eine Grundausstattung beschränken.

Zudem benötigt man eine passende Örtlichkeit – die Ecke im Schlafzimmer oder Kinderzimmer ist auf Dauer eher suboptimal und wenig motivierend. Besser geeignet ist ein gut isolierter Keller oder eben eine Garage – zumindest sollte der Fußboden auch aushalten, dass mal eine Hantel oder eine Gewichtsscheibe runterfällt. Dies spricht zumindest gegen einen Parkett- oder Fliesenboden.

Wenn beide Voraussetzungen erfüllt sind, steht einem Homegym eigentlich nichts mehr im Wege. Vor- und Nachteile sollten aber gut gegeneinander abgewogen werden:

Vorteile

  • Keine Öffnungszeiten: Ob Feiertag oder mitten in der Nacht – im Homegym kannst du trainieren, wann du Lust hast. Öffnungszeiten sind somit kein Thema, wenn es darum geht, mal eben eine knackige Trainingseinheit zu absolvieren.
  • Keine Anfahrtswege: Um ins Homegym zu gelangen, brauchst du weder Auto noch Fahrrad. Besonders die Athleten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Gym müssen, werden den Zeitgewinn zu schätzen wissen. Ebenso entfällt die lästige Parkplatzsuche, die in vielen Studios zur Mitgliedschaft dazu gehört.
  • Keine Wartezeiten: Wer schon einmal am Squatrack warten musste, bis auch der letzte Discopumper mit den Curls fertig war, kennt das Gefühl – es ist einfach nur nervig. Im Homegym bist du als VIP-Benutzer von Wartezeiten freigestellt, denn außer dir benutzt niemand dein Rack oder deine Hanteln!
  • Musik nach Wunsch: Du stehst auf Helene Fischer, im Studio wird aber nur Slipknot gespielt? Kein Problem, denn im Homegym bist du dein eigener DJ.
  • Keine Grenzen: Ob du beim Beugen schreist oder schimpfst – kein Problem, denn es stört niemanden. Ebenso wirst du kaum zurechtgewiesen, wenn du nach einem schlechten Satz die Hantel fluchend fallen lässt – genau das kann dir aber in einem Studio passieren, wo bestimmte Verhaltensweisen zum guten Ton gehören.

Nachteile

  • Keine Trainerunterstützung: Da dein Homegym nur aus dir besteht, kannst du folglich auch keine Unterstützung durch Trainer oder Coaches bekommen. Wer Schwierigkeiten bei der Ausführung hat, muss sich autodidaktisch bemühen – und solange an der Technik feilen, bis alles richtig sitzt.
  • Hohe Anschaffungskosten: Auch wer nur Minimalequipment kauft, sitzt zunächst auf einem Berg Anschaffungskosten. Daher lohnt sich das Homegym finanziell nur dann, wenn man mit der Ausrüstung viele Jahre trainiert.
  • Verlust der Konzentration: Zu Hause lassen sich außer dem Training noch viele andere Dinge erledigen. Auch, wenn diese nicht wirklich wichtig sind, können sie dich vom Training abhalten – und so deine Entwicklung insgesamt gefährden. Im Gym kannst du nur trainieren – und dich höchstens durch Unterhaltungen ablenken.

Fitnessstudio

Studioketten wachsen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden – mit zum Teil aggressiver Preispolitik. Das Argument „zu teuer“ ist besonders in Großstädten kaum noch einschlägig, denn die Billigstudios übertreffen sich gegenseitig mit günstigen Abos und Angeboten.

In kleinen Städten und auf dem Land kann die Situation mitunter anders aussehen – hier ist der Weg ins Gym häufig lang und zeitaufwendig. Was in der individuellen Situation am besten passt, lässt sich nur durch Abwägung der eigenen Präferenzen entscheiden!

Vorteile

  • Reichhaltige Ausstattung: Auch für die exotischste Isoübung findest du im Gym die passende Maschine. Besonders für Bodybuilder ist ein Studio daher optimaler – während reine KDKler oder Powerlifter auch mit Grundequipment gut zu Hause trainieren können.
  • Trainingskollegen: Einzelgänger sind im Gym besser aufgehoben als solo daheim – wer mehr unter Leute geht, entwickelt auch bessere social skillz. Auch für Tipps rund ums Training und Ernährung sind Kontakte im Gym gut geeignet – wer weiß, vielleicht wartet der ultimative Geheimtipp auf dich!
  • Trainerunterstützung: Gerade als Anfänger gibt es oft Unsicherheiten bezüglich Ausführung und Technik. Ein Studio hat immer qualifizierte Coaches am Start, die dir hier wertvolle Tipps geben können.

Nachteile

  • Wartezeiten: Volle Geräte, lange Schlangen – wer montags gerne Brust trainiert, kennt das Problem. Auch im Studio gibt es Geräte, die besonders beliebt sind – und dann heißt es warten, auch wenn der nächste Satz schon wieder fällig wäre!
  • Unangenehme Studiobesucher: Besonders die Billigstudios fallen immer wieder durch nerviges Klientel auf. Leute, die man im Privatleben sonst eher meidet, sind hier an der Tagesordnung – und lassen sich eben auch nicht vermeiden.
  • Essen & Trinken: Wer im Homegym trainiert, kann ohne Bedenken auf kalte Getränke nach Wahl zurückgreifen – im Studio bist du auf das Angebot des Betreibers angewiesen!

von Rene

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