Kalziummangel

Kalziummangel

Kalziummangel: Symptome, Ursachen und Behandlungen

Ebenso wie bei allen anderen Mangelerscheinungen kann auch ein Mangel an Kalzium für den Stoffwechsel schwerwiegende Folgen haben: Bei einer eklatanten Unterversorgung ist hier der Gesamtorganismus sogar existenziell bedroht, sprich – ein Kalziummangel kann unter Umständen auch lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

Herausragende Bedeutung kommt Kalzium immer dann zu, wenn es um die Versorgung von Knochen & Co. geht, denn: Nur Kalzium ist in der Lage, hier für Stabilität zu sorgen – eine Aufgabe, die durch keinen anderen Mineralstoff übernommen werden kann. Auch unsere Zahngesundheit hängt im Wesentlichen von der Versorgung mit Kalzium ab – daher ist es gerade im Kindesalter wichtig, dem Körper ausreichend Kalzium zur Verfügung zu stellen.

Kalzium – was ist das überhaupt?

Kalzium zählt zu den Mineralstoffen und kann – ebenso wie viele andere wichtige Bestandteile unserer Nahrung – nicht vom Körper selbst gebildet werden. Das bedeutet, dass wir zur Kalziumversorgung auf die externe Zufuhr angewiesen sind: Sei es in Form von geeigneten Lebensmitteln oder zum Beispiel auch durch Nahrungsergänzungsmittel, die besonders kalziumreich sind.

Der tägliche Bedarf eines gesunden Erwachsenen liegt bei circa 1000 Milligramm Kalzium; in besonderen Situationen (Wachstumsphasen oder auch Schwangerschaft & Stillzeit) erhöht sich der Bedarf und sollte entsprechend abgedeckt werden, um keinen Versorgungsengpass entstehen zu lassen.

Kalzium übernimmt in unserem Körper eine Vielzahl an Funktionen – von der oben genannten Aufgabe der Knochen- und Zahngesundheit abgesehen. Dazu zählen zum Beispiel ein ausgeglichener Elektrolyt-Haushalt, aber auch die Versorgung von Muskeln, Gelenken und Sehnen.

Woran erkenne ich einen Kalziummangel?

Die Tatsache, dass Kalzium so enorm wichtig ist, zeigt sich auch an den vielen Beschwerden, die bei einer Mangelversorgung auftreten. Das sind unter anderem:

  • Hautkribbeln oder -jucken
  • Krampfanfälle der Muskulatur (ohne ersichtlichen Grund und ohne entsprechende Vorerkrankung)
  • Abgeschlagenheit und Erschöpfung; verringerte Leistungsfähigkeit
  • Hautprobleme wie trockene Haut, Neigung zu Ekzemen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Fuß- und Fingernägel werden brüchig
  • Symptome rund um Osteoporose
  • Durchfall, Inkontinenz
  • Blutdruckprobleme
  • Stimmungsschwankungen, Depressionen, Angstzustände
  • Bauchschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Bewegungsstörungen.

Die Liste ist beeindruckend lang – klar ist aber auch, dass viele der Symptome oft erst auf eine andere Erkrankung schließen lassen und nicht eindeutig nur einen Kalziummangel implizieren. Daher ist es bei den oben genannten Symptomen außerordentlich wichtig, im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung auch eine ausführliche Untersuchung der Blutwerte vorzunehmen – nur so können auch andere ernste Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Wie lässt sich ein Kalziummangel beheben?

Analog zu anderen Mangelerscheinungen ist auch ein Kalziummangel oft durch eine zielgerichtete Ernährung zu beheben. Diese sollte möglichst ausgewogen sein, aber auf die Versorgung mit Kalzium großen Wert legen.

Lebensmittel mit einem besonders hohen Anteil an Kalzium gibt es viele. Daher sind hier nur einige exemplarisch zu nennen:

  • grünes Blattgemüse;
  • Milch, Käse und Tofu;
  • Hülsenfrüchte;
  • Sardinen.

Neben einer angepassten Ernährung ist auch die Verwendung von geeigneten Nahrungsergänzungsmitteln möglich. Kalzium gibt es sehr häufig in Form von Brausetabletten, die sich in Wasser einfach und unkompliziert auflösen und dann als trinkbare Lösung zur Verfügung stehen.

Die Verabreichung von Kalzium in Form einer intravenösen Gabe durch den Arzt ist nur in sehr schweren Ausnahmefällen indiziert. Grundsätzlich ist eine ausgewogene Ernährung immer vorzuziehen und sollte – auch bei erhöhtem Bedarf – die Anforderungen des gesamten Stoffwechsels erfüllen.

von Rene

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