Fitness während der Schwangerschaft

fitness während der Schwangerschaft

Wann ist Fitness während und nach der Schwangerschaft möglich?

Wer regelmäßig trainiert und für die Traumfigur nicht nur den Trainingsplan, sondern ebenso eine durchdachte Ernährung verfolgt, möchte auch während und nach der Schwangerschaft einen optisch ansprechenden Körper behalten.

Gleichzeitig wünschen sich Frauen eine möglichst umfassende Fitness – diese ist vor allem aus gesundheitlichen Gründen indiziert, denn das Sprichwort „mens sana in corpore sano“ (deutsch: ein gesunder Geist in einem gesunden Körper) ist nicht umsonst DER Leitspruch für Sportler und Athleten in aller Welt.

Die Zeiten, in denen schwangere Frauen wie kranke Patienten behandelt wurden, sind zum Glück schon lange vorbei – im Gegenteil: Frauen jeden Alters genießen heutzutage die Zeit der Vorfreude und nicht selten lassen sich auf den bekannten Kanälen wie Twitter, Facebook oder Instagram ausführliche Bilderdokumentationen der Schwangerschaft finden. Wenn keine ärztlichen Bedenken vorliegen, steht dem Work-out während und nach den aufregenden 9 Monaten nichts im Weg – vorausgesetzt, dem Nachwuchs und auch Ihnen geht es gut!

Was Sie beim Training rund um den Babybauch beachten sollen, erfahren Sie in diesem Artikel!

Rund, runder, kugelrund: Das Training während der Schwangerschaft

Medizinisch wird eine Schwangerschaft üblicherweise in drei gleich lange Abschnitte (sogenannte Trimester) eingeteilt. Diese Trimester sind jeweils von sehr typischer Ausgestaltung: Während im ersten Trimester die Übelkeit und andere „Zipperlein“ noch sehr präsent sind, ist besonders das zweite Trimester durch eine Phase des Wohlfühlens und der Vorfreude geprägt. Das letzte Trimester ist für die werdende Mutter häufig eher mühsam; hinzukommen fast immer körperliche Beschwerden, die durch den größer werdenden Fötus verursacht werden.

Unabhängig von der bevorzugten Disziplin ist Training in allen drei Abschnitten bis zur Geburt durchgehend möglich. Allerdings sind hier medizinisch Einschränkungen bezüglich der Ausübung von Extremsportarten und Sportarten mit hohem Unfallrisiko gegeben. So sollte zum Beispiel kein Kampfsport mehr trainiert werden oder sogar Sportarten wie Fallschirmspringen oder Bouldern. Gegen gemäßigtes Krafttraining, Ausdauertraining (ganz besonders: Schwimmen), Yoga oder Tanzen ist in der Regel nichts einzuwenden – es sollte aber alles im „normalen“ Rahmen stattfinden. Neue Bestzeiten oder persönliche Rekorde können ohne Weiteres auf die postnatale Phase verschoben werden – Leistungsdruck ist in der Schwangerschaft auch immer Stress für das noch ungeborene Leben.

Oberste Prämisse sollte stets sein, dass das Training oder Work-out guttut – ergeben sich Beschwerden (egal welche) oder „fühlt“ sich der Sport einfach nicht gut an: Finger weg und hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Fitte Mamas sind zwar mittlerweile fast zur Pflicht geworden – aber nicht jedem Trend muss man auf Biegen und Brechen hinterherjagen!

Plötzlich Mama: Das Training nach der Schwangerschaft

Kaum ist die Geburt überstanden, ändert sich alles: Die neue Mama läuft sogar mittags noch im Bademantel herum, der Nachwuchs weint und nörgelt und irgendwie ist überhaupt keine Zeit mehr da. Dazu kommt häufig die Unzufriedenheit über das eigene Erscheinungsbild: Die Babypfunde sind selbstverständlich immer noch da und der Bauch sieht aus wie in den ersten Schwangerschaftsmonaten – da machen sich gerne Frust und Verzweiflung breit.

Für alle diejenigen, die schon gleich mit Vorwürfen über geskippte Trainingseinheiten in die neue Zeit der Elternschaft starten: Keep it easy – die von Hebammen und Ärzten empfohlene Rückbildungsgymnastik reicht vollkommen aus! Diese sorgt nicht nur für einen Wiedereinstieg in sportliche Aktivitäten, sondern auch dafür, dass sich der durch die Schwangerschaft und Geburt arg strapazierte Beckenboden wieder erholt. Das ist nämlich dringend nötig – ansonsten drohen Ihnen hier langfristig bleibende Schäden wie eine Gebärmuttersenkung oder Inkontinenz.

Mamas von Neugeborenen sollten sich daher keinen zusätzlichen Stress machen – auch nach Wochen, wenn sich Baby & Rhythmus eingespielt haben, ist die Aufnahme des Trainings immer noch problemlos möglich.

Für den „Neuanfang“ sollte lockeres und ganzkörperorientiertes Training im Vordergrund stehen. Solange der Körper noch in „Mitleidenschaft“ gezogen ist sollte besonderes Augenmerk auch hier dem Beckenboden gelten – dabei stehen viele verschiedene Übungen zur Verfügung. Sprechen Sie Ihre Hebamme in der Nachsorge darauf an, falls dies kein Bestandteil der Rückbildungsgymnastik sein sollte.

Fazit

Auch als frisch gebackene Mutter muss keine Frau auf körperliche Betätigungen verzichten – Sie sollten sich aber ausreichend Zeit lassen. Die neue Situation zehrt nicht nur an den Nerven, sondern fordert auch physisch – vor allem, wenn Sie den Nachwuchs stillen. Damit Sie nicht total auf dem Zahnfleisch gehen und somit an den Rand Ihrer Leistungsfähigkeit kommen, ist einmal mehr Geduld gefragt. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem das regelmäßige Work-out wieder zum festen Bestandteil in Ihrem Leben wird – und dann heißt es Vollgas geben!

von Rene

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