Was ist eigentlich Pilates?

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Pilates – Informationen zum Training

Um einen schönen Körper zu bekommen, bedarf es nicht immer des Trainings an Kraftmaschinen und Hanteln – auch mit sogenannten Eigengewichtsübungen (englisch: body weight exercises / BWE) lässt sich der Körper und die Muskulatur fordern und fördern.

Eins der beliebtesten Programme ist Pilates – entsprechende Kurse sind nicht nur in exklusiven Studios zu finden, sondern sind mittlerweile auch in zahlreichen Sportvereinen und über DVDs verfügbar.

Was die wenigsten wissen: Pilates stammt entgegen der landläufigen Meinung nicht aus den trendigen USA, sondern beinahe aus Deutschland – die Übungen gehen zurück auf den Auswanderer Joseph Hubertus Pilates, der das sanfte Training bereits vor fast 100 Jahren zum ersten Mal vorstellte.

Ursprünglich waren die Übungen im Pilates-Programm dazu gedacht, bei schwacher Gesamtkonstitution wieder eine gewisse Grundstärke zu erzeugen. Dass ganz nebenbei auch ein umfassendes Allround-Training mit den zahlreichen Übungen möglich ist, stellte sich als netter Nebeneffekt im Laufe der Zeit heraus.

Grundlagen des Pilates-Programms

Wichtig für alle Übungen im Pilates-Programm sind folgende drei Elemente:

  1. Haltung: Die richtige und korrekte Haltung ist zu jedem Zeitpunkt der Übungen von außerordentlicher Bedeutung. Besonders wichtig ist dabei die Haltung des Beckens – es sollte immer in neutraler bzw. natürlicher Position sein und auch der Rücken sollte gerade sein.
  2. Atmung: Atmen Sie tief in den Bauch ein – und durch den Mund wieder aus. Optimalerweise harmoniert die Atmung mit den Übungen bzw. sorgt sogar für deren Unterstützung – ähnlich wie beim Yoga.
  3. Spannung: Während der Übungen sollte der Körper stets eine gewisse Grundspannung aufweisen. Auch in Ruhepausen ist die Grundspannung aufrecht zu erhalten – ein Zusammensinken ist explizit nicht erwünscht!

Wie funktioniert Pilates?

Pilates funktioniert, indem einzelne Muskelpartien gezielt trainiert und beansprucht werden – aber Achtung: auch das Dehnen und gezielte Entspannen gehört mit zum Übungsrepertoire. Im Gegensatz zum herkömmlichen Krafttraining kommt es hier nicht auf die Quantität von Wiederholungen an – sondern auf die Qualität des einzeln ausgeführten Ablaufs einer Bewegung.

Bemerkenswert ist, dass ein regelmäßiges Training nach Pilates-Grundsätzen über kurz oder lang auch das eigene Körperbewusstsein im Alltag beeinflusst. Viele Pilates-Anhänger ändern auch bei ganz normalen Bewegungen ihre Körperhaltung und bewegen sich bewusster und überlegter – was für den gesamten Bewegungsapparat von außerordentlich positiver Wirkung ist.

Und wie kann ich das nutzen?

Pilates lässt sich in seiner Komplexität nur schwer in Eigenregie erlernen – Autodidakten sind also gehalten, sich zumindest für den Einstieg professionelle Anleitung zu suchen. Hierfür bieten Kurse eine optimale Basis, denn ein erfahrener Trainer kann in einer Gruppe zielgerichtet Fehler korrigieren und Bewegungsabläufe neu vorführen.

Insgesamt stehen Pilates-Sportlern über 500 verschiedene Übungen zur Verfügung – viele davon nutzen auch Kleingeräte, die bei den unterschiedlichen Übungen zum Einsatz kommen. Ziemlich oft finden sich in Pilates-Stunden folgende Ausrüstungs- bzw. Equipmentteile:

  • Bälle in jeglicher Form (Igelball, Tennisball, Sitzball, Balance-Ball);
  • Bänder in unterschiedlichen Formen (Elastik-Band, Core-Band, Vitalband);
  • Balancerollen.

Auch Großgeräte sind grundsätzlich vorgesehen – diese kommen aber nur ab einem gewissen Trainingsfortschritt zum Einsatz. Übrigens sind neben den oben genannten Grundelementen noch weitere essenzielle Kriterien wichtig, die zum Erfolg von Pilates beitragen:

  • Konzentration
  • Zentrierung
  • Kontrolle
  • Präzision
  • Fluss
  • Entspannung.

Alles Pilates oder was – negative Aspekte rund um das Pilates-Training

Das Training an sich nach Pilates hat sich als äußerst förderlich erwiesen und hält auch wissenschaftlichen Studien stand. Problematisch hat sich allenfalls bemerkbar gemacht, dass die Ausbildung sogenannter Pilates-Experten keiner Qualitätskontrolle unterliegt – wer also meint, Profi auf dem Gebiet zu sein, kann sich als Pilates-Ausbilder bezeichnen, ohne rechtliche Folgen befürchten zu müssen. Damit besteht auch für Interessierte grundsätzlich die Gefahr, an inkompetente Trainer zu geraten. Informieren Sie sich im Vorfeld daher genau über die Qualifikation und Kompetenz von Kurs- und Übungsleitern – nur so können Sie den maximalen Erfolg aus den Pilates-Übungen herausholen.

 

von Iks

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