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Übungsdatenbank · Muscle-Up · Stufe 6

Muscle-Up

Schwierigkeit 8/10

Der Muscle-Up ist der Zielskill dieses Pfads und eine der bekanntesten Calisthenics-Übungen überhaupt. Er besteht aus drei Teilen: einem explosiven Zug, dem Übergang über die Stange und dem Ausdrücken aus der Stützposition. Jeder Teil für sich ist auf dieser Stufe bereits trainiert. Was jetzt dazukommt, ist die Verbindung zwischen ihnen.

So führst du den Muscle-Up aus

Greif die Stange etwas mehr als schulterbreit. Viele arbeiten mit dem False Grip, bei dem das Handgelenk über der Stange liegt statt darunter. Das verkürzt den Weg im Übergang, ist am Anfang aber ungewohnt und für das Handgelenk anstrengend. Ein tiefer Überhandgriff funktioniert ebenfalls.

Zieh explosiv bis zum Brustbein, wie auf der vorherigen Stufe geübt. Im höchsten Punkt lehnst du dich nach vorn über die Stange und rotierst die Ellbogen schnell nach hinten und oben. Der Oberkörper kippt dabei über die Stange, nicht darum herum. Aus der entstehenden tiefen Stützposition drückst du dich mit den Armen nach oben aus, bis sie gestreckt sind.

Abwärts gehst du denselben Weg kontrolliert zurück, statt einfach abzuspringen. Das schont die Schultern und trainiert den Übergang zusätzlich.

Wie du trainierst

Der Muscle-Up wird in wenigen Versuchen mit voller Konzentration trainiert, nicht in langen Sätzen. Fünf bis acht Einzelversuche mit zwei bis drei Minuten Pause, zwei Einheiten pro Woche, immer zu Beginn der Einheit.

Sobald die Technik zerfällt, hör auf und wechsel zurück auf die Vorstufen. Ermüdete Muscle-Up-Versuche sind der Hauptgrund für Schulter- und Ellbogenprobleme.

Wenn es noch nicht klappt

Der häufigste Fehlversuch ist der Chicken Wing, bei dem ein Arm zuerst über die Stange kommt und der andere nachzieht. Das ist ein Zeichen für ungleiche Explosivkraft. Geh zurück auf den explosiven Klimmzug und arbeite bewusst symmetrisch.

Bleibst du im Übergang hängen, fehlt Stützkraft. Straight-Bar-Dips und tiefe Stützpositionen an der Stange schließen diese Lücke. Hilfreich sind außerdem Muscle-Ups mit Sprungunterstützung an einer niedrigen Stange: Du nimmst etwas Schwung aus den Beinen und lernst den Bewegungsablauf, bevor du ihn aus dem Hang beherrschst.

Wenn es zu leicht wird

Nach dem ersten Muscle-Up geht es um Sauberkeit statt um Anzahl. Reduziere den Schwung, bis die Bewegung aus dem ruhigen Hang gelingt. Das ist der strikte Muscle-Up und deutlich schwerer als die Variante mit Kip.

Danach öffnen sich neue Richtungen: mehrere Wiederholungen hintereinander, der Muscle-Up an den Ringen oder der Übergang zu Zusatzgewicht. Der Pfad endet hier, das Training nicht.

Das solltest du vorher können

Wann du zur nächsten Stufe gehst

1 sauberer Muscle-Up ohne Chicken Wing

Worauf du achten solltest

  1. False Grip oder tiefer Überhandgriff, Handgelenke über der Stange
  2. Explosiv bis zum Brustbein ziehen, dann die Brust über die Stange bringen
  3. Übergang: Ellbogen schnell nach hinten und oben rotieren
  4. Aus der tiefen Stützposition kraftvoll ausdrücken

Typische Fehler

Chicken Wing, ein Arm kommt zuerst über die Stange

Symmetrisch ziehen, zurück zu Stufe 5 bis beide Seiten gleich stark sind

Hängenbleiben im Übergang

Straight-Bar-Dips ergänzen, Stützkraft am Umkehrpunkt aufbauen

Übermäßiges Kipping mit Beinschwung

Schwung reduzieren, Zug- und Explosivkraft weiter aufbauen

Beanspruchte Muskelgruppen

Latissimus Bizeps Trizeps Brust Schultern Core Griffkraft
BW
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