Übungsdatenbank · Core-Grundlagen · Stufe 1 von 5
Plank
Der Plank ist die Basisübung für den Rumpf und die stillste Übung im ganzen System. Er trainiert nicht die Bewegung des Rumpfes, sondern seine Fähigkeit, stabil zu bleiben, während Arme und Beine arbeiten. Genau das brauchst du bei jedem Liegestütz, jedem Klimmzug und später beim Front Lever.
Wer den Plank überspringt, merkt das an anderer Stelle: Die Hüfte hängt beim Liegestütz durch, beim Klimmzug pendeln die Beine, und der Hollow Body Hold auf Stufe 2 gelingt gar nicht.
So führst du den Plank aus
Stütz dich auf die Unterarme, die Ellbogen liegen direkt unter den Schultern, die Unterarme zeigen parallel nach vorn. Die Füße stellst du hüftbreit auf die Zehenspitzen.
Jetzt kommt der Teil, der über den Nutzen entscheidet. Kipp das Becken leicht nach hinten, sodass das Hohlkreuz verschwindet, und spann das Gesäß fest an. Der Bauch allein reicht nicht. Anschließend drückst du dich mit den Unterarmen leicht vom Boden weg, sodass der obere Rücken nicht durchhängt und die Schultern von den Ohren wegwandern.
Der Körper bildet eine gerade Linie von Kopf bis Ferse. Der Blick geht auf den Boden kurz vor die Hände, der Nacken bleibt lang.
Warum die Zeit nicht alles sagt
Ein Plank über drei Minuten mit hängender Hüfte ist wertlos, dreißig Sekunden mit maximaler Spannung sind wertvoll. Die Übung wird nicht dadurch schwerer, dass du länger hältst, sondern dadurch, dass du intensiver spannst.
Ein guter Test: Wenn du während des Haltens nicht zittern und nach spätestens sechzig Sekunden abbrechen musst, spannst du zu wenig an. Zieh dann bewusst die Ellbogen gedanklich in Richtung Füße und die Zehen in Richtung Ellbogen, ohne dass sich etwas bewegt.
Wie du trainierst
Drei bis vier Sätze mit jeweils so langer Haltezeit, wie die Position sauber bleibt, drei Einheiten pro Woche. Sobald die Hüfte absinkt, ist der Satz vorbei, auch wenn du theoretisch noch könntest.
Steigere über die Anzahl der Sätze, bevor du die Zeit erhöhst. Fünf Sätze zu dreißig Sekunden bringen mehr als ein Satz über zweieinhalb Minuten.
Wenn es noch nicht klappt
Stütz dich auf einer Erhöhung ab, etwa auf einer Bank oder einem Tisch. Je höher die Ablage, desto leichter wird die Position. Alternativ arbeitest du auf den Knien und achtest dort auf dieselbe gestreckte Hüfte wie beim Knie-Liegestütz.
Bei Schmerzen im unteren Rücken ist fast immer das Becken die Ursache. Kipp es stärker nach hinten und verkürze die Haltezeit deutlich.
Wenn es zu leicht wird
Heb abwechselnd einen Fuß oder einen Arm an, das erhöht die Rotationsanforderung. Weitere Steigerungen sind der Plank mit erhöhten Füßen oder der Wechsel auf die nächste Stufe.
Der Hollow Body Hold auf Stufe 2 verlangt dieselbe Spannung, allerdings in Rückenlage und ohne Bodenkontakt der Arme und Beine. Er ist deutlich schwerer und die Grundposition für den gesamten Front-Lever-Pfad.
Wann du zur nächsten Stufe gehst
Worauf du achten solltest
- Ellbogen direkt unter den Schultern, Unterarme parallel
- Gerade Linie von Kopf bis Ferse, Becken leicht aufgerichtet
- Gesäß aktiv anspannen, nicht nur den Bauch
- Schultern von den Ohren weg, Oberkörper leicht nach oben drücken
Typische Fehler
Hüfte hängt durch, Hohlkreuz
Becken nach hinten kippen, Gesäß fest anspannen, Zeit verkürzen
Gesäß steht als Berg nach oben
Becken senken, bis Schultern, Hüfte und Fersen eine Linie bilden
Kopf hängt nach unten oder wird in den Nacken gelegt
Blick auf den Boden kurz vor die Hände, Nacken lang
Video
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