Cardiogeräte im Vergleich: Diese Trainingsformen fördern das Herz-Kreislauf-Fitness am effektivsten

Ausdauertraining muss nicht immer direkt eine lange Runde Joggen bedeuten. Auch auf dem Fahrrad, dem Crosstrainer oder dem Rudergerät lässt sich das Herz-Kreislauf-System auf verschiedene Weisen fordern. Natürlich fühlt sich das Training auf jedem Gerät anders an. Während auf dem Laufband vor allem die Beine im Mittelpunkt stehen, arbeitet beim Rudern auch der Oberkörper mit. Welches Gerät am besten passt, hängt deshalb auch davon ab, welche Belastung man als angenehm oder doch eher unangenehm erachtet.
Laufband: recht nah am klassischen Lauftraining
Das Laufband ist vor allem für diejenigen interessant, die gerne laufen oder unabhängig vom Wetter trainieren möchten. Geschwindigkeit und Steigung lassen sich an das eigene Niveau anpassen. Dadurch sind sowohl ruhige Einheiten als auch kürzere Intervalle möglich. Ein Vorteil liegt in der einfachen Steuerung des Trainings. Tempo und Dauer sind direkt sichtbar und lassen sich von Einheit zu Einheit gut vergleichen. Wenn man sein Lauftempo zusätzlich genauer einordnen möchte, kann man mit einem Pace Rechner ermitteln, wie viele Minuten für einen Kilometer benötigt werden und das Training daran ausrichten. Gleichzeitig bleibt Laufen eine Trainingsform, bei der bei jedem Schritt starke Belastung auf den Bewegungsapparat und die Gelenke wirkt. Wenn man empfindlich darauf reagiert, fühlt man sich möglicherweise auf einem anderen Gerät wohler.
Ergometer: Ausdauertraining im Sitzen
Auf dem Fahrradergometer fällt die Stoßbelastung des Laufens weg. Das Körpergewicht wird zu einem großen Teil vom Sattel getragen, während hauptsächlich die Beine arbeiten. Über den Widerstand kann die Intensität angepasst werden. Das Fahrrad eignet sich also sowohl für längere Einheiten in ruhigem Tempo als auch für ein anstrengenderes Intervalltraining.
Grundsätzlich und vorab gilt: Wenn man Cardiogeräte für das regelmäßige Ausdauertraining nutzen möchte, sollte man immer sowohl auf mögliche Widerstandsstufen achten als auch auf die Sitzposition, den Bewegungsablauf und persönliche Vorlieben. All das entscheidet darüber, welches Gerät später tatsächlich regelmäßig genutzt wird.
Crosstrainer: gleichmäßige Bewegung für den ganzen Körper
Beim Crosstrainer bewegen sich Arme und Beine gleichzeitig. Die Füße bleiben dabei auf den Trittflächen, wodurch der für das Joggen typische Aufprall bei jedem Schritt entfällt. Das Training kann trotzdem schnell anstrengend werden. Durch Widerstand und Tempo lässt sich die Belastung gut verändern. Der Crosstrainer bietet sich deshalb vor allem für diejenigen an, die eine fließende Bewegung bevorzugen und dabei neben den Beinen auch den Oberkörper einbeziehen möchten.
Rudergerät: Ausdauer und Ganzkörperbewegung in einem
Rudern unterscheidet sich stark von den anderen Trainingsformen. Bei einem sauberen Bewegungsablauf arbeiten Beine, Rumpf und Oberkörper zusammen. Dadurch werden viele Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht. Die Technik spielt hier allerdings eine größere Rolle. Einfach möglichst schnell am Griff zu ziehen, macht das Training nicht automatisch besser. Am Anfang sollte der Bewegungsablauf deshalb in Ruhe eingeübt werden. Erst wenn dieser sitzt, können Widerstand oder Geschwindigkeit stärker in den Fokus rücken.
Beim Cardiotraining kommt es nicht nur auf das Gerät an
Für die Herz-Kreislauf-Fitness gibt es dementsprechend nicht nur eine einzige passende Trainingsform. Die verschiedenen Geräte können alle für Ausdauertraining genutzt werden, unterscheiden sich aber trotzdem stark, was Bewegung und Belastung betrifft. Viel wichtiger als die Suche nach dem vermeintlich besten Gerät ist deshalb die Frage danach, welches Training langfristig zu den eigenen Routinen passt und was Freude bereitet. Wenn die Bewegung angenehm ist und sich die Intensität gut anpassen lässt, fällt es meist leichter, regelmäßig dran zu bleiben. Diese Art von Regelmäßigkeit macht aus einzelnen Cardioeinheiten letztlich eine feste Trainingsroutine.





