Yoga nach einem Bandscheibenvorfall – Ja oder Nein?

Yoga nach Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall ist ein wahnsinnig schmerzhaftes Erlebnis, welches die betroffene Person körperlich stark einschränkt. Zum Zeitpunkt des Bandscheibenvorfalls ist kaum an Bewegung oder gar Yoga zu denken.

Die Frage stellt sich, ist es möglich nach einem Bandscheibenvorfall wieder Yoga zu praktizieren? Kann Yoga vielleicht sogar einem Bandscheibenvorfall vorbeugen? Diese und weitere Fragen klären wir in diesem Artikel!

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Die Wirbel unserer Wirbelsäule sind durch Bandscheiben verbunden, diese dienen als Pufferung und ermöglichen uns Bewegungsfreiheit. Diese Bandscheiben werden nicht durchblutet und können ihre Nährstoffe durch die benachbarten Zellen konsumieren. Dies geschieht jedoch nur, wenn wir uns ausreichend bewegen.

In der heutigen Gesellschaft bewegen wir uns jedoch immer weniger. Besonders in Bürojobs kommt es schnell vor, dass die Bandscheiben regelrecht verkümmern. Wenn dies geschieht, kann es zu einem sehr schmerzhaften Bandscheibenvorfall kommen. Die starken Schmerzen hierbei entstehen durch Wirbel, die beispielsweise auf die umliegenden Nerven drücken. Wenn dies geschieht, sprechen wir von einem Bandscheibenvorfall.

Kann Yoga nach einem Bandscheibenvorfall helfen?

Ja, denn Yoga kann die Rückenmuskulatur stärken, welche wiederum die Wirbelsäule unterstützt. Dennoch muss genug Zeit nach dem Bandscheibenvorfall vergangen sein, bis das Yoga Training wieder aufgenommen werden kann. Auf starkes Rückentraining sollte auch generell verzichtet werden, da es zu einer Überbelastung kommen kann und du so mehr Schaden verursachst.

Generell gilt es, sehr sanft mit dir und deinem Körper umzugehen. Du wirst merken, was dir guttut und wo deine Grenzen liegen. Beachte dennoch unsere Tipps zu, welche Asanas sich eignen und auf welche du eher verzichten solltest.

Yoga nach Bandscheibenvorfall Übungen

Welche Asanas nach einem Bandscheibenvorfall?

Leider sind nicht alle Asanas nach einem Bandscheibenvorfall geeignet. Vielmehr geht es darum den Rücken und die Wirbelsäule auf sanfte Weise zu unterstützen und langsam die Muskulatur aufzubauen. Hier findest du eine kleine Auswahl an guten Asanas, die du nach deinem Bandscheibenvorfall praktizieren kannst.

Trikonasana – das Dreieck

Das Dreieck ist eine gute Kombination aus einer leichten Drehung und einer Vorbeuge. Gehe hierbei nur so weit wie es sich gut anfühlt, um eine Überbelastung zu vermeiden. Auch ein Block kann hier eine unterstützende Wirkung haben.

Uttanasana – stehende Vorbeuge

Nutze Uttanasana als stehende Vorbeuge. Achte hierbei darauf deine Knie zu beugen, da du sonst zu viel Druck auf den Rücken ausübst. Dieses Asana soll sich entlastend für den Rücken anfühlen. Lasse dich einfach ganz entspannt nach vorne fallen, lasse los und genieße die leichte Dehnung im Rückenbereich.

Shavasana – die Totenstellung

Du kennst es sicher, für die absolute Entspannung nach einer Yoga Einheit darf Shavasana nicht fehlen. Hierbei liegst du mit dem Rücken auf deiner Yoga Matte und lässt alle Muskeln und Anspannungen los. Du spürst die Erdanziehungskraft und kannst deinen Rücken entlasten. Vor allem nach einer Yoga Stunde merkst du richtig, wie du jeden einzelnen Muskel in deinem Rücken beansprucht hast und nun loslassen kannst.

Generell sanfte Drehungen

Es eignen sich vor allem leichte Drehungen nach einem Bandscheibenvorfall. Sitze dafür im Schneidersitz auf dem Boden und drehe dich leicht zur rechten Seite. Zwinge dich dabei nicht in die Übung, sondern atme tief ein und aus, sodass du ganz natürlich mehr und mehr in die Dehnung atmest. Wiederhole dies auf der linken Seite.

Auf welche Asanas sollte ich nach einem Bandscheibenvorfall verzichten?

Leider eignen sich nicht alle Asanas, um deine Wirbelsäule und deinen Rücken zu stärken. Durch den Bandscheibenvorfall ist deine Wirbelsäule bereits negativ beeinträchtigt und daher solltest du auf starke Belastungen verzichten. Hier findest du eine Auswahl an Asanas, auf die du nach deinem Bandscheibenvorfall leider verzichten solltest.

Kopfstand, Schulterstand, Brücke

Der Kopfstand, der Schulterstand und die Brücke sind Beispiele für Asanas auf die du zukünftig nach einem Bandscheibenvorfall verzichten solltest. Die Belastung auf die Wirbelsäule und den Rücken ist zu groß und würde sich negativ auf deine Gesundheit auswirken. Zudem würdest du diese Asanas auch nicht als angenehm empfinden, da die Belastung sich ebenfalls in Schmerzen ausdrücken kann. In der Yoga Praktik geht es nicht darum sich in Posen zu zwingen, vielmehr soll es sich gut anfühlen.

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Yoga als Unterstützung nach einem Bandscheibenvorfall?

Yoga nach einem Bandscheibenvorfall ist nicht nur möglich, sondern zugleich empfehlenswert. Die sanften Asanas wie Uttanasana oder leichte Drehungen, werden deinen Rücken und die Wirbelsäule unterstützen und so ganz sanft Muskulatur aufbauen. Leider musst du dennoch aufpassen und kannst die Yoga Praktik nicht unbedacht praktizieren, da es bei einigen Asanas zur Überbelastung kommen kann. Unter diesen Asanas ist zum Beispiel der Kopfstand oder die Brücke.

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Beachte hierbei, wie sich das Ausüben der Asanas für dich anfühlt, zwinge dich nicht. Yoga soll wohltuend sein und keine Qual. Bei einer regelmäßigen Yoga Einheit unterstützt du nicht nur deinen Körper, sondern beugst sogar einem Bandscheibenvorfall vor. Die sanften Bewegungen ermöglichen es die, deine Bandscheiben mit Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen, die sie brauchen um langlebig und gesund zu bleiben.

Yoga nach einem Bandscheibenvorfall – Ja oder Nein?
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