Was ist Taurin?

was ist Taurin?

Taurin ist mehr als nur ein Wachmacher

Die organische Säure soll einen noch stärkeren und wachmachenderen Effekt als Koffein haben, jedoch ist diese Wirkungsweise nicht bewiesen. Dennoch bringt die Einnahme von Taurin viele Vorteile mit sich.

Der Stoff wird, wie viele Leute nicht wissen, von Natur aus vom menschlichen Körper gebildet und befindet sich in hoher Konzentration vor allem in Muskeln, Gehirn, im Herzen und in den Augen. Der organische Stoff muss also nicht zwingend über die Nahrung aufgenommen werden.

Dennoch werden bei einer Überdosierung Nebenwirkungen vermutet, weswegen einer erhöhten Einnahme mit Vorsicht entgegengetreten werden sollte.
Wir erklären Ihnen in diesem Artikel die Vor- und Nachteile, sowie die Zusammensetzung und die Bedeutsamkeit der Aminosulfonsäure.

Wie setzt sich Taurin zusammen?

Es besteht der Irrglaube, dass Taurin aus Stierhoden gewonnen wird. Der Begriff „Taurin“ ist von dem Wort „Tauros“ abgeleitet, was auf griechisch „Stier“ bedeutet. Ursprünglich wurde die Substanz aus der Gallenflüssigkeit von Ochsen gewonnen, jedoch wird es heutzutage synthetisch im Labor hergestellt.
Taurin setzt sich aus einer Sulfonsäure- und einer Aminogruppe zusammen. Daher wird es auch 2-Aminoethansulfonsäure genannt und gehört zu den organischen Säuren.
Taurin ist ein Abbauprodukt aus den Aminosäuren Methionin und Cystein unter der Beteiligung von Vitamin B6.

Warum Taurin für uns so wichtig ist

Da Taurin ein breites Wirkungsspektrum hat, ist es für die Gesundheit des menschlichen Organismus unverzichtbar. So unterstützt die Säure zum Beispiel:

Die Entwicklung des zentralen Nervensystems: Taurin stabilisiert die Nervenzellen und spielt eine Rolle bei Signalübertragungen im Gehirn

Die Fettverdauung: Mithilfe von Taurin werden sogenannte Gallensäuren-Konjugationen gebildet. Es wird an die von der Leber produzierte Gallensäure gekoppelt und ermöglicht somit eine bessere Löslichkeit. Im Dünndarm gehen diese gelösten Gallensäuren dann eine Verbindung mit Fetten ein und sorgen für einen schnelleren Transport in den Blutkreislauf.

Die Regulierung des Herzschlags: Taurin hat eine sogenannte antiarrhythmische Wirkung und beugt somit Herzrhythmusstörungen vor. Es sorgt für ein regelmäßiges Schlagen des Herzens.

Die Entwicklung der Netzhaut: Die Funktionsfähigkeit der Augen wäre ohne die organische Säure stark eingeschränkt. Neugeborene beispielsweise sind nicht in der Lage Taurin selbst im Körper zu bilden. Der Stoff wird aus diesem Grund über die Muttermilch an die Säuglinge abgegeben, um eine einwandfreie Entwicklung zu gewährleisten.

Die Vermeidung von Zellschäden: Durch die antioxidative Wirkung wird das Gewebe vor freien Radikalen geschützt. Diese freien Radikale sind Verursacher für viele Gesundheitsbeschwerden → Krankheiten entstehen in betroffenen Organen. In einigen Fällen kann eine niedrige Taurinkonzentration zu chronischem Nierenversagen führen.

Die Regulierung von Mineralien: In den Zellen des Körpers sind verschiedene Mineralien enthalten. Das Taurin stimuliert den Einstrom von Kalzium in die Zellen. Kalzium verleiht Knochen und Zähnen Stabilität und ist für die Blutgerinnung verantwortlich.

In diesen Lebensmitteln ist Taurin enthalten

Taurin kommt ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor und wird daher in der Regel hauptsächlich über die Nahrung aufgenommen. Bei einer veganen Ernährungsweise kann es daher zu Problemen kommen. Der Bedarf und somit auch die entsprechende Dosierung liegt bei etwa 3 Gramm pro Tag.
Taurin ist natürlicherweise enthalten in:

  • Fleisch / Innereien
  • Milchprodukten
  • Eiern
  • Meeresfrüchten
  • Muttermilch

Wie bereits erwähnt, kann eine vegane Ernährung einen Taurinmangel begünstigen. Auch Menschen mit einer Störung des Aminosäurehaushalts sind von Mangelerscheinungen betroffen. Dies ist häufig der Fall, wenn eine Erkrankung der Leber vorliegt.

Der Mangel an Tauring kann langfristig zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen sowie zu Herzrhythmusstörungen führen. Bei Kindern besteht die Gefahr einer Entwicklungsstörung, wenn diese beispielsweise im Säuglingsalter nicht genügend Taurin über die Muttermilch aufgenommen haben. Da Taurin ebenfalls für die Netzhautentwicklung von essenzieller Bedeutung ist, kann eine Sehschwäche die Folge sein. Ein Taurinmangel kommt in der Regel nur sehr selten vor, da es vom Organismus eines gesunden Menschen selbst gebildet wird. Ist der Wert dennoch zu niedrig, kann Taurin als Supplement in Form von Tabletten, Kapseln oder Pulver eingenommen werden, um einem Mangel vorzubeugen.

Was passiert bei einer erhöhten Aufnahme von Taurin?

Bei der alleinigen Konsumierung von Taurin sind bisher keine Nebenwirkungenbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass die organische Säure in sehr hohen Mengen und in Verbindung mit dem in Energydrinks enthaltenen Koffein gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Kopf- sowie Bauchschmerzen, Muskelkrämpfe und Schläfrigkeit können die Folge einer Überdosierung sein. Von Nierenschäden betroffene Menschen sollten vom Taurin-Konsum unbedingt absehen.

Im Großen und Ganzen ist Taurin eher nützlich als schädlich

Wie bei vielen Nahrungsmitteln und Stoffen gilt: Die Dosis macht das Gift.
Sofern Taurin nicht in übermäßigen Mengen zu sich genommen wird, besteht laut Tests kein Risiko auf langfristige Schäden.

Wenn Sie vegan leben oder bei Ihnen eine Störung des Aminosäurehaushalts bekannt ist, sollte der Taurin-Wert regelmäßig untersucht werden um Krankheiten vorzubeugen.

 

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